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Sonntag, 05. September 2010

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Tödlicher Holzscheit-Unfall geklärt

Donnerstag, 30. Juli 2009, 11:31 Uhr

Pfaffenhofen (hai/iso) Der tödliche Unfall am vergangenen Samstagnachmittag auf der Bundesstraße 13 bei Bachappen ist geklärt. Der Bulldogfahrer, von dessen Anhänger ein Holzscheit auf die Straße gefallen war und einen Frontalzusammenstoß ausgelöst hatte, meldete sich jetzt bei der Polizei.

Wie berichtet, starb bei dem Unfall eine 20-jährige Frau aus Reichertshofen, die gegen 13 Uhr mit ihrem Kleinwagen auf der B13 in nördlicher Richtung unterwegs war. In einer leichten Rechtskurve nahe der Abzweigung Bachappen war die junge Frau bei dem Versuch, dem Holzscheit auszuweichen, frontal mit einem entgegenkommenden Auto kollidiert. Der Unfallhergang wurde aus nächster Nähe von einem Motorradfahrer beobachtet, der kurz zuvor an dem Holzscheit vorbeigefahren war. "Der Mann hatte angehalten, um das Hindernis von der Straße zu entfernen. Aber noch bevor er dazu kam, ist der Unfall schon passiert," sagt der stellvertretende Pfaffenhofener Inspektionsleiter Ludwig Walter.

Aufgrund von Zeugenaussagen suchte die Polizei nach einem Bulldogfahrer, der zum Unfallzeitpunkt mit einem Anhänger voll Brennholz auf der B 13 beobachtet worden war. Bereits am Montagabend meldete sich ein 44-Jähriger aus der Verwaltungsgemeinschaft Pörnbach-Reichertshofen bei der Polizei und gab an, zum fraglichen Zeitpunkt bei einem Bekannten in Bachappen Brennholz abgeholt und mit dem Bulldog nach Hause transportiert zu haben. Dass dabei ein Holzscheit vom Anhänger gefallen sei, habe er nicht bemerkt. Er wolle sich aber vorsorglich melden, nachdem er in der Zeitung von dem tragischen Unfall gelesen habe.

Im Zuge der Spurensicherung fuhren Polizeiibeamte aus Pfaffenhofen zum Anwesen des 44-Jährigen und konnten in dem Brennholz-Haufen nach stundenlanger Suche tatsächlich das passende Gegenstück zu dem verlorenen Holzscheit finden. Zwischenzeitlich gingen aufgrund der Berichterstattung in den Medien weitere Zeugenaussagen bei der Polizei Pfaffenhofen ein, die auch auf den 44-Jährigen hindeuteten.

Gegen den Unfallverursacher wird nun wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Aufgrund des tragischen Unfalls weist die Polizei ausdrücklich auf das Thema Ladungssicherheit hin, das nicht nur Landwirte, sondern auch Privatleute betreffe. Auch beim leichtsinnigen Transport von Gartenabfällen, Baumaterial oder Möbeln komme es immer wieder zu schweren Unfällen.

Quelle: Donaukurier


 


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